Wofür wir stehen - Das Selbstverstädnis vom Dyke* March Hamburg
Unsere Selbstverständnis
Wir sind die Organisator*innen des Dyke*March Hamburg.
Der Dyke*March am Vorabend des CSD in Hamburg ist eine Demonstration für lesbische* Sichtbarkeit.
Wir zeigen uns auf der Straße mit all unserer Unterschiedlichkeit, mit vielfältigen Interessen und politischen Anliegen.
Wir verstehen uns als selbstbewusste und sichtbare Dykes*.
Dykes* sind Frauen, Lesben, inter, nonbinäre, trans und agender Personen, die sich dem lesbischen* und/oder queeren Spektrum zugehörig fühlen.
Dyke* war, genauso wie Lesbe*, ein abwertender Begriff, den wir uns als positive Selbstbezeichnung wieder zurück erkämpft haben. Wir verstehen diese Begriffe sowohl politisch wie identitätsstiftend.
Wir sind Feminist*innen! Das heißt, wir setzen uns gegen Ungleichheiten und Diskriminierungen aufgrund von patriarchalen und heteronormativen gesellschaftlichen Strukturen ein.
Der Begriff „Patriarchat” beschreibt dabei ein System, um die Vorherrschaft von Männern gegenüber allen Frauen und queeren Menschen herzustellen und aufrechtzuerhalten. Dazu gehört auch Heteronormativität. Heteronormativität bezieht sich auf das Geschlecht sowie die Sexualität von Menschen und vertritt die Vorstellung, dass es nur zwei Geschlechter, nämlich Männer und Frauen, gibt. Weiter definiert es, wie Männer und Frauen zu sein haben und Sexualität wird nur zwischen Männern und Frauen anerkannt.
Wir vertreten einen intersektionalen Feminismus. Wir sehen, dass es neben Sexismus auch andere Diskriminierungen gibt, von denen Dykes* betroffen sein können. Wir setzen uns gegen Ungleichheiten und Diskriminierungen von Dykes* ein, die auch von Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Klassismus, Behindertenfeindlichkeit oder Diskriminierung aufgrund des Alters, sowie Lesben*- und Trans*feindlichkeit eingeschränkt werden.
Dabei verstehen wir uns als Lernende. Der Dyke*March soll auch Dykes* mit unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen und Perspektiven eine Plattform geben.
Wir sind Antifaschist*innen! Wir setzen uns für ein vielfältiges, meinungsoffenes, respektvolles Miteinander ein. Wir kämpfen gegen die Versuchungen autoritärer Lösungen und die Ausgrenzung, Unsichtbarmachung, Bedrohung und letztendlich Verfolgung von Menschen. Wir sind kapitalismuskritisch und verstehen Kapitalismus als System der Ausbeutung von Menschen, Tieren und Natur, das Ungleichheiten und Diskriminierungen braucht und immer wieder neu herstellt.
Wir verstehen uns als überparteilich und nicht kommerziell, arbeiten ehrenamtlich, sind altersgemischt und leider noch viel zu weiß.
Auch der kleinste Beitrag ist uns eine große Hilfe, um den Dyke* March auch dieses Jahr wieder erfolgreich umsetzen zu können.

