Barbara Mansberg – Vorständing LSVD+ Hamburg

Heute erspare ich euch mal, und ihr auch, weil meine Stimme sehr gelitten hat und ich durch die Nässe ein bisschen das Gefühl habe, dass sie mir so langsam fast abhandenkommt. Aber ich werde trotzdem noch ein paar Worte sagen. Ich mache das auch freestyle, weil jetzt schon dermaßen viel von dem, was ich euch mitteilen wollte, gesagt worden ist. Ich bin Vorstand LSVD+, Verband Vielfalt, und meine Arbeit ist eben, politische Forderungen zu formulieren, zu versuchen, sie auch umzusetzen und dafür Verbündete zu schaffen.

Und natürlich ist lesbische Sichtbarkeit von Anbeginn meiner Arbeit immer ein ganz wesentlicher Effekt gewesen. Ich freue mich sehr, dass zum 10. DeichMart wieder so viele Frauen gekommen sind, so viele Personen, die das unterstützen, so viele Menschen, die für lesbische Sichtbarkeit den Regen trotzen.

Vorbereitet hatte ich so ein bisschen den rechten Wind, der uns politisch entgegenbläst. Heute bläst zwar kein Wind, dafür hat es ordentlich geregnet. Aber das hat uns nicht davon abgehalten, hier gemeinsam zu fordern, dass wir uns nicht mehr unsichtbar in die Ecke treiben lassen. Dass wir laut sind. Ich versuche nicht laut zu sein – aber wie gesagt, meine Stimme bleibt.

Ich möchte an dieser Stelle aber auch noch einmal allen Organisationen und allen Akteur*innen danken, die es über die Jahre möglich gemacht haben, dass der DeichMart überhaupt stattfinden kann. Das ist eben nicht nur die Politik, die gerne dann nette Grußworte an uns richtet, das ist auch nicht nur das Geld, sondern das sind die vielen helfenden Hände, die unterstützenden Worte, die Sichtbarkeit und das Durchhaltevermögen. Dafür danke ich allen. Ich danke euch auch für euer Durchhaltevermögen und ich freue mich, wenn wir im nächsten Jahr – und natürlich nicht nur am Tag des DeichMartes, sondern jeden Tag – gemeinsam uns gegen rechte Tendenzen wenden, dafür die Stimme erheben und auf die Straße gehen.